Sein Leben


Louis Kervran


Corentin Louis Kervran stammte aus Quimper in der Bretagne. Dort wurde er am 3. März 1901 geboren. Schon in jungen Jahren machten ihn Beobachtungen stutzig, denen andere keine Bedeutung beimaßen.  Nach der Schule studierte er und beendete seine Ausbildung als Physik-Ingenieur im Jahr 1925. Aus dem Jahr 1936 ist eine Forschungsarbeit bekannt, in der er herausfand, dass Stromfluss im menschlichen Körper nicht dem Ohmschen Gesetz folgt.


Während des Zweiten Weltkriegs war Kervran aktiv im Widerstand tätig und wurde 1940 von der Gestapo verhaftet und in Lyon ins Gefängnis gesteckt.


Nach 1945 war er leitender wissenschaftlicher Angestellter in französischen Ministerien. Seine Arbeitsgebiete umfassten den Arbeitsschutz und den Schutz der Bevölkerung gegen radioaktive Belastungen. Im Jahr 1966 ging er in den Ruhestand. Vom französischen Staat wurde er mit dem Kreuz der Ehrenlegion geehrt.


In seiner Arbeit suchte er eine faszinierende wissenschaftliche Theorie der Umwandlung von Elementen in biologischen Prozessen zu untermauern, mit der zahlreiche bisher unerklärliche Fakten aus so verschiedenen Wissensgebieten wie Geologie, Medizin, Agronomie und Medizin auf einen Schlag verständlich werden, zum Beispiel

 *   weshalb Hühner laufend neue Eier mit normalen Kalkschalen legen können, wenn ihr Futter keinerlei Kalk enthält und sie in einer kalklosen Gegend gehalten werden
 *   wieso in massivem Kalkgestein (chemisch: Calciumcarbonat) plötzlich große Brocken von Magnesiumcarbonat eingeschlossen sein können
 *   warum Knochenbrüche deutlich schneller heilen, wenn der Patient kieselsäurereichen Zinnkrautextrakt einnimmt
 *   wie es kommt, daß Felder jahrhundertelang fruchtbar bleiben und guten Ertrag liefern, selbst wenn man viele der Elemente, die durch die Ernte entnommen werden, von außen nie zuführt (z.B. Mangan).

    Und weitere verblüffende Beispiele:

*    Läßt man bestimmte Bakterien in einer eisenfreien Nährlösung wachsen und gibt etwas Mangansalz dazu, so bildet sich binnen kurzem Eisenoxid.
 *   Je kalkärmer ein Rasenboden ist, desto stärker sprießen die Gänseblümchen. Diese enthalten Kalk in großen Mengen. Woher stammt er?
*    Die Tillandsie, eine Pflanze, die in subtropischen Gegenden auf Telegrafendrähten aus Kupfer gedeiht und nur von Luft und Regen lebt, enthält in ihrer Asche 17 % Eisen und 36 % Kieselsäure, aber fast kein Kupfer.
 *   Keimen Getreidekörner in calciumfreier Nährlösung, so enthalten die jungen Pflanzen nach einigen Wochen mehr als die dreifache Menge an Calcium, als die Körner zu Anfang enthielten.

Weitere, besonders beeindruckende Beispiele sind die Häutung von Krabben sowie die Trocknung von Früchten und die Leistung des Regenwurms.

Diese und viele ähnliche Beobachtungen trug Kervran zusammen und ergänzte sie durch eigene Forschungen. Von 1959 an trat er mit seinen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit und schrieb insgesamt neun Bücher, von denen kein einziges auf Deutsch erschien. Eine einführende Zusammenfassung seiner Ideen und Versuche (aus drei dieser Bücher) kam in Englisch 1972 unter dem Titel Biological Transmutations heraus (mehrfach neu aufgelegt). In den 1960er Jahren kam es in Frankreich zu einer öffentlichen Debatte über seine Thesen, jedoch nicht in Deutschland.

Sein letztes Buch schrieb Louis Kervran 1982. Er starb am 2. Februar 1983.

Im Jahre 1975 wurde er als Würdigung seiner jahrzehntelangen Arbeit für den Nobelpreis in Physiologie  (Medizin) vorgeschlagen:

Nobelpreisnominierung
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(zitiert aus: C. L. Kervran: Transmutations biologiques et physique moderne. Paris 1982, S. 24)



Beeindruckend ist die Vielfalt der Gebiete, aus denen Kervran mit großem Scharfsinn Fakten zusammenträgt, die bisher als anormal galten und nicht zu erklären waren, die sich seiner Meinung nach nur mit biologischen Transmutationen erklären ließen. Er tritt weder für eine normale Kernfusion noch für eine "kalte Fusion" ein, sondern spricht von Niedrigenergie-Transmutationen, die mit Hilfe von Enzymen in lebenden Organismen ablaufen (von ihm bisweilen "frittage" genannt). Seine Arbeitsweise ist stets streng wissenschaftlich. Die Diskussion um Kervrans Ergebnisse müsste endlich neu angefacht werden, damit diese erst gründlich auf ihren Gehalt geprüft werden.

Die Forschungen Kervrans stehen in einer langen Tradition wissenschaftlicher Arbeit, auf die in seinen Büchern eingegangen wird. Mit Alchemie und Magie haben diese Arbeiten nichts zu tun, sie sind gekennzeichnet durch strenge wissenschaftliche Methodik.
 


"Fakten verschwinden nicht, wenn man sie ignoriert." - Aldous Huxley (1927)